Dienstag, 4. März 2008Kommentare (0) Trackbacks (0) Damn Vulnerable LinuxSeit Januar 2008 kann man unter damnvulnerablelinux.org die neueste Version von Damn Vulnerable Linux (Version 1.4) beziehen. Damn Vulnerable Linux (kurz DVL) ist hervorragend um seine Kenntnisse zur IT-Sicherheit zu vertiefen. Es basiert auf der Linux Distribution BackTrack2 und bietet dementsprechend alles wie man es von BackTrack2 her kennt. Darüber hinaus werden eine Vielzahl an Schulungsmaterialien zu verschiedenen Bereichen der IT-Sicherheit geboten. DVL ist daher ideal zum Lehren von Angriffen und Gegenmaßnahmen auf IT-Systeme geeignet, so zum Beispiel für Vorlesungen an Hochschulen die sich mit der Thematik befassen. Aber auch zum Selbststudium eignet sich DVL hervorragend.
Neben den zahlreichen Schulungsmaterialien sind eine mindestens ebenso umfangreiche Anzahl an Werkzeugen vorhanden, die beim Lösen der einzelnen Challenges von Nutzen sein können.
Jeder der seine Kenntnisse zur IT-Sicherheit spielend vertiefen möchte wird mit DVL seinen Spaß haben. Sei es nun das Lösen von Crackmes, die Challenges von HoneyNet.org, dem Ausnutzen von Schwachstellen in den Anwendungen oder einfach das Aufspüren von Lücken in Webseiten, für jeden ist was dabei, egal ob nun Novize oder Profi im Bereich IT-Sicherheit. Dienstag, 12. Februar 2008Kommentare (0) Trackbacks (0) Die Kunst der Verschleierung (Update)
Als kleines Kind war ich immer von den Tricks der Zauberer fasziniert, die es schaften ganze Fahrzeuge vor meinen Augen verschwinden zu lassen.
Dem Verschleiern von Informationen.
Es gibt an sich nur zwei Möglichkeiten Informationen vor anderen zu sichern. Die erste Möglichkeit besteht darin, die Informationen vor den anderen unzugänglich zu machen - einem Safe in welcher Form auch immer.
Einen ganz anderen Weg geht hier die Zauberei. Durch Illusionen, optische Täuschungen sowie Verschleierung wird versucht die Aufmerksamkeit auf ein anderes Medium zu ziehen. Somit wird von dem zu schützenden Medium abgelenkt.
Mir ist durch aus das Prinzip Security through obscurity oder security by obscurity (engl. „Sicherheit durch Unklarheit“) in der IT-Sicherheit bekannt und ich bin, wie viele andere auch, der Meinung das Sicherheit nicht durch Verschleierung begründet werden sollte (Kerckhoffs’ Prinzip). Denn gerade in der Kryptographie wird davon profitiert, dass viele andere Einblick in den Algorithmus haben können, um mögliche Schwachstellen schnell zu identifizieren. Diese erreichen dann auch meist schnell die Öffentlichkeit und man kann dann als Anwender auf ein anderes Krypto-Verfahren setzen. Ebenso bin ich ein Verfechter der Open Source-Theorie, daher will ich das alles hier auch überhaupt nicht in Frage stellen.
Jedoch kann versucht werden, durch Einsatz von steganographischen Mitteln ein kryptographisches Verfahren zusätzlich zu sichern. Beispielsweise möchte man ein geheimes Treffen vereinbaren und man hat zu befürchten das der Adressat observiert wird. Um dennoch dieses Treffen zu vereinbaren, könnte man ihm eine Nachricht zu kommen lassen, welche auf ein schönes Foto vom letzten Urlaub im Anhang hinweist. In diesem unscheinbaren Urlaubsfoto ist nun eine verschlüsselte Botschaft enthalten.
Die Realisierung einer solchen Hybridlösung könnte unter Linux wie folgt aus sehen: rsecurity blog # echo "Geheime Botschaft"> secmsg.txt
Das Beispiel zeigt, wie eine vertrauliche Botschaft in eine Textdatei geschrieben wird. Diese wird anschließend mit GnuPG verschlüsselt (Eine gute Anleitung zum Umgang mit GnuPG gibt es hier). Dabei wird hier der öffentliche Schlüssel des Adressaten verwendet. Mit dem Linux-Tool steghide wird die verschlüsselte Botschaft in das Bild eingebettet. Auffällig sind hier die unterschiedlichen SHA-Hashes der urlaub.jpg vor und nach dem Einbetten. Der Unterschied der Hashes macht deutlich, dass es eine Veränderung in der urlaub.jpg gegeben haben muss, nämlich die verschlüsselte Botschaft. Trotz des Eingriffes in die Datei urlaub.jpg scheint es keine offensichtliche Veränderung des Bildes gegeben haben. Nun wird die das Bild beispielsweise als Anhang an den Adressaten verschickt. Dieser kann nun, sofern er das Passwort kennt, die verschlüsselte Botschaft aus dem Bild extrahieren. Um die vertrauliche Botschaft zu lesen ist es jetzt noch erforderlich, das dieser den Textfile entschlüsselt. Aufgrund der Tatsache, das die Botschaft mit seinem öffentlichen Schlüssel verschlüsselt wurde, kann die Botschaft nur mit seinem privaten Schlüssel entschlüsselt werden. Nach erfolgreicher Eingabe seines Mantras (die Passphrase) hat dieser nun Zugriff auf die vertrauliche Nachricht.
Natürlich existieren auch für andere Betriebssystem-Plattformen Anwendungen, die einem das Verwenden von steganographischen Mitteln ermöglichen. So gibt es z.B. für Microsoft Windows stegano oder auch stegano.Net.
Das Beispiel hier konnte natürlich nur sehr oberflächlich das Thema Steganograhpie im Alltag aufzeigen, daher sei auf einen guten Artikel vom FBI aus dem Jahre 2004 hingewiesen, um sich in dem Themengebiet zu vertiefen. Auch auf forensics.nl ist ein umfangreiches Archiv zu diesem Thema vorhanden.
Den großen Vorteil, den ich an solch einer Hybridlösung sehe ist, das die verschlüsselte Nachricht kein Aufsehen erregt, da diese durch die Steganographie, hier im Beispiel in einem Bild, versteckt wird. Dies lässt einen möglichen Dritten erst gar nicht auf dem Gedanken kommen, das der Adressat eine Nachricht erhalten hat.
Somit gelangt unbemerkt eine Nachricht zum Adressaten und selbst wenn die Steganographie enttarnt wird, so bleibt immer noch die verschlüsselte Botschaft, welche entschlüsselt werden müsste.
Gerade das richtige Zusammenspiel beider Verfahren macht es für Dritte gerade zu unmöglich an die zu schützenden Informationen zu gelangen.
Daher sollte man, um ein höst Maß an Sicherheit zu Gewinnen, die Vorteile beider Verfahren nutzen. Montag, 11. Februar 2008Kommentare (0) Trackbacks (0) Root-Exploit in Kernel 2.6.17-2.6.24.1Der ein oder andere wird es schon auf heise.de oder auf milw0rm.com selbst gelesen haben. Es sind zwei lokale Root-Exploits aufgetaucht, die es einem eingeschränkten Benutzer ermöglichen nach Ausführung des Exploits sich mit Root-Privilegien zu bewegen. Die Lücke soll wohl in der aktuellen Kernel-Version (Kernel 2.6.24.2) behoben sein: splice: fix user pointer access in get_iovec_page_array()Die Lücke beruht auf einen Fehler mit der erst in Kernel 2.6.17 eingeführten Funktion vmsplice. Mehr dazu ist dem Heise Security Eintrag zu entnehmen. Somit sind erst Kernel-Versionen größer 2.6.17 von dieser Lücke betroffen.
Wie gefährlich das Exploit ist, sieht man wenn man es selber ausprobiert hat. Es ist so einfach in der Handhabung, das es wahrscheinlich in nächster Zeit nur so von "Script-Kiddies" wimmeln wird, die sich selber profilieren wollen:
duddits@duddits ~/exploits/linux $ gcc -o expl kexp.c Dies hatte ich an meinem Desktop-PC ausprobiert, als ich noch Kernel-Version 2.6.22-gentoo-r5 laufen hatte. Erst nach einer Aktualisierung auf die neuste Kernel-Version funktionierte das Exploit nicht mehr:
duddits linux # echo sys-kernel/gentoo-sources ~x86>>/etc/portage/package.keywords Daher sollte jeder, sofern er die Möglichkeit hat, auf die neuste Kernel-Version updaten/patchen. Falls einem diese Möglichkeit verwehrt bleibt, sollte man die Benutzer auf dem System so einschränken, das diese keine Möglichkeit zum Kompilieren haben. Weiterhin sollte auch das Laden des vorkompilierten Exploits nicht möglich sein, auch wenn das in der Praxis nur schwer zu realisieren ist. Sonntag, 13. Januar 2008Kommentare (0) Trackbacks (0) Wer sind meine Nachbarn?Jeder der Nutzer von Shared Hosting Systemen, insbesondere dem Shared Web Hosting, ist (auch bekannt unter den Namen Name-Based Virtual Hosting oder auch Shared IP Hosting) hat sich bestimmt schon mal gefragt, welche Domänen die gleiche IP-Adresse bzw. den gleichen Server verwenden.
Um eine Antwort auf die Frage zu bekommen war meist die Kombination von verschiedenen Diensten erforderlich. So konnte man bei der Suchmaschine von Microsoft live.com, mittels folgender Abfrage zum Ergebnis kommen: ip:IP-Adresse Allerdings waren als Ergebnis nicht nur die Webseiten zu finden, die zu der gesuchten IP-Adresse gehörten. Andere Dienste wie cert.uni-stuttgart.de oder linkvendor.de lieferten zwar nur Relevante Informationen, jedoch sind die Ergebnisse alles andere als ernüchternd.
Wesentlich bessere Ergebnisse liefert dagegen myipneighbors.com, welches sich als ein wirklich interessantes Werkzeug enpuppte, um seine Shared Host Nachbarn zu determinieren.
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'Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Grossen, dass sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.' - Johann Nepomuk Nestroy